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Klimakiller Palmöl-Diesel

Brandrodungen schaffen Platz für Palmöl-Plantagen. (© guentermanaus - Fotolia.com)

Brandrodungen schaffen Platz für Palmöl-Plantagen. (© guentermanaus - Fotolia.com)

Ist Biosprit keine umweltfreundliche Sache? Der CO2-neutrale Diesel-Kraftstoff wird häufig aus Ölpalmen gewonnen. Greenpace kritisiert, dass großflächig Regenwald den Ölpalmen-Plantagen weichen muss.

Statt Rapsöl nun Biosprit aus Palmöl

Zuerst war Rapsöl die umweltfreundliche Lösung für die Industriestaaten. In den letzten Jahren wurde der Biosprit-Anteil kontinuierlich in Europa erhöht. Natürlich der Umwelt zu liebe. Wer sollte da noch etwas gegen das Autofahren haben. Der Biosprit sollte die Produktion von zusätzlichem Klimagift Kohlenstoffdioxid verhindern. Deutschland mischt schon seit Jahren Biodiesel dem Kraftstoff bei. Das kam den Dieselbesitzern zugute – auf suchen.mobile.de oder anderen Gebrauchtwagenportalen wurde schnell der Benziner in eine Diesel getauscht, da der subventionierte Biosprit billiger als herkömmlicher ist. Im normalen Diesel sind bis zu sieben Prozent Biodiesel gesetzlich verpflichtend enthalten.

Zu Beginn wurde der Biodiesel aus Raps gewonnen, der auf heimischen Äckern wuchs. Die Nahrungsmittelproduktion auf den Fläche nahm ab. Heute wird die Produktion in Drittweltländer verlagert. Der Anteil des Palmöl im Diesel, das in Ländern wie Indonesien angebaut wird, steigt heute kontinuierlich, der Rapsöl-Anteil sinkt dagegen.

Luftverschmutzung trotz Biosprit

Für die Ölpalmen-Plantagen werden große Flächen Regenwald gerodet. Meist sind es illegale Brandrodungen, die zusätzlich die Luftqualität drastisch verschlechtern. In Singapur, Sumatra und Teilen Malaysias war in den vergangenen Wochen die Luftverschmutzung so stark wie nie zuvor.

Die Politik begrenzt den Biosprit-Anteil

Wo vorerst der Biosprit-Anteil stieg, versucht das EU-Parlament den Anteil nun zu deckeln. Im vergangen Jahr schlug die EU-Kommission vor, den Biosprit-Anteil auf fünf Prozent zu senken. Hersteller des Sprits, Agrarhändler und Importeure sträuben sich gegen die Anteils-Begrenzung.

Wie sich die EU-Parlamentarier letztendlich entscheiden, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Biosprit keine Umweltprobleme löst, sondern elider wieder neue schafft.

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